Dorian Gorr – Blog über Musikjournalismus und Co.
12Jun/120
Umzug nach Berlin

Warum es hier so still war…

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Umzugskartons in meiner neuen Heimat: Berlin

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Na gut, ich kann es doch nicht lassen. Ich bin eben ein Freund des geschriebenen Wortes. Warum also nur ein Bild sprechen lassen? Hier war es (wieder einmal) so still, weil ich in den vergangenen drei Monaten eigentlich nur für eines einen Kopf hatte: Meinen Umzug. Ja, ich habe das schöne Hannover verlassen. Nach zweieinhalb Jahren in Niedersachsens Landeshauptstadt bin ich aus beruflichen Gründen nach Berlin gezogen. Ein solches Mammutprojekt (versucht mal in Berlin eine schöne Wohnung zu finden, doch dazu später mehr...) verlangt volle Konzentration. Da ich trotzdem nebenher den METAL MIRROR herausgebracht habe, meinen diversen anderen Aktivitäten nachgegangen bin oder nachgehen musste, blieb für meinen geliebten Blog einfach keine Zeit. Das wird sich ab jetzt ändern!

Mittlerweile lebe ich seit zwei Wochen in Berlin, noch immer sind nicht alle Umzugskartons ausgepackt, aber ich bin endlich mal dazu gekommen, etwas durchzuatmen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Ab jetzt wird es hier wieder viel, viel mehr Action geben. In meinem Kopf spuken tausend Ideen herum; Dinge, die einfach herausgeschrieben werden müssen. Macht euch auf was gefasst!

2Jan/120

Pssst, ich bin noch da…

Boah, gerade habe ich mich echt erschrocken. Mein letzter Eintrag in diesem Blog liegt tatsächlich schon mehr als fünf Wochen zurück. Zugegeben: Ja, es ist hier im Dezember etwas still geworden. Die Gründe dafür: Nachdem METAL MIRROR #60 erschienen war, hatten wir nur knappe drei Wochen Zeit, um die nächste Ausgabe fertigzustellen. Auf ein großes Making-Of werde ich an dieser Stelle verzichten, nur so viel sei verraten: die Lektüre lohnt sich! Mit dabei ist unter anderem ein großes Death-Special zum 10. Todestag von Chuck Schuldiner. Ich wage zu behaupten, dass wir beim METAL MIRROR das umfangreichste Special der hiesigen Metalpresse zu diesem Jubiläum abgeliefert haben. Das Feedback darauf war jedenfalls überaus zufriedenstellend.

Weiterhin schreibe ich seit einigen Monaten an einem Blog zum Thema Online-Spiele, was ebenfalls eine Menge Zeit in Anspruch nimmt, aber auch eine Menge Spaß macht. Wen es interessiert, hier gibt es alles zum Thema Browserspiele zum Nachlesen: www.browserspiele.de/blog

Rückblickend war 2011 ein sehr anstrengendes Jahr für mich. Ich habe meine Masterarbeit geschrieben, parallel meine Zukunft geplant und eine mehrmonatige Bewerbungsphase erfolgreich gemeistert. Hinzu kommt der allmonatliche (natürlich auch Spaß machende) Stress und Aufwand, den der METAL MIRROR mit sich bringt. Kurzum: Ich konnte zwei Wochen Auszeit über die Feiertage sehr gut gebrauchen. Nach Fertigstellen unserer 61. Ausgabe habe ich mich deswegen in die Weihnachtsferien verdrückt und einfach mal die Füße oder besser gesagt: die Finger still gehalten.

Jetzt hat die Stille aber ein Ende. Die Akkus sind aufgeladen und die kommenden sechs Monate werde ich damit verbringen, so viel zu schreiben wie es möglich ist und mich nicht wegen meines Umzugs nach Berlin (zum 1. Juni) stressen lassen. Mal sehen, ob mir das gelingt.

Ihr könnt derweil an unterschiedlicher Stelle Texte von mir lesen: Beim METAL MIRROR haben wir gerade ein neues Online-Konzept aufgezogen, bei dem es nicht nur wochentags aktuelle News geben wird, sondern jede Woche auch eine neue Kolumne aus einer unterschiedlichen Feder. Seid gespannt! Diese Woche erscheint außerdem unser Rückblick auf das Jahr 2011. Viel zu tun also.

Und auch dieser Blog wird wieder mit Leben gefüllt werden. Morgen werde ich hier in einem Artikel die 50 besten Songs des Jahres 2011 vorstellen. Für mich besteht kein Zweifel: Das Jahr mag stressig gewesen sein, musikalisch war es aber absolut grandios!

Wir lesen uns in den kommenden Tagen. Und bevor ich es vergesse: Frohes Neues!

5Jul/110

Warum dieser Blog?

Gute Frage. Warum überhaupt? Es ist ja nicht so, als hätte ich nicht genug Aktivitäten, die meine Tage und Nächte ausfüllen würden. Und es ist ja auch nicht so, als habe die Welt auf einen weiteren Blog gewartet. Oder vielleicht doch?

Denn keine Angst, ich poste keine Bilder von meinem Mittagessen, veröffentlichte keine Einzeiler über meinen akuten Gemütszustand (damit würde ich nicht einmal Facebook belästigen) und bombardiere diese Seite auch nicht mit einer Vielzahl unkommentierter youTube-Videos. Was ich hier schreibe, ist vielfältig. Sowohl von Art und Form des Geschriebenen als auch von der Themenwahl.

Ich benutze diesen Blog, um Erlebtes, Gesehenes und Gehörtes zu verarbeiten. Mir geht es besser, wenn ich die Dinge aufschreibe. Da ich seit nunmehr gut sieben Jahren ein Online-Musikmagazin herausgebe, wird sich vieles um Musik drehen. Von einem subjektiveren Standpunkt als wir oder zumindest ich es beim Metal Mirror tue. Klar, auch dort ist und bleibt Musik und das Urteilen über Musik ein subjektives Unterfangen, aber man bemüht sich meist um eine Spur Objektivität. Die fällt hier komplett weg. Hier gibt es die ganze, ungeschönte Wahrheit. Gedanken in Reinform, musikalische Tipps und Anekdoten aus den gar nicht mal so schillernden Backstage-Bereichen der Heavy-Metal- und Rockmusik-Welt.

Aber es wird nicht nur Musik sein. Denn auch wenn die Musik einen gigantischen Anteil eines jeden Tages bei mir einnimmt, so wäre es mir viel zu langweilig, mich nur darauf zu limitieren. Ich schreibe so unglaublich viel über Musik, dass es eine gedankliche Wohltat ist, auch aus diesem von ganzem Herzen geliebten Käfig auszubrechen und neue schreiberische Herausforderungen zu erkunden. Filme, Videospiele, Fußball, Psychologie, Journalismus, Politik, Gesellschaft, Alkohol, Nachtleben, Sex, Drugs und Rock'n'Roll... ich sehe keine Grenzen. Dies ist ein virtueller Ort der Freiheit. Hier schreibe ich worüber ich möchte, wann ich möchte und wie ich es möchte. Manche Einträge werden journalistischen Gütekriterien entsprechen, manche nicht. Ich selbst bin gespannt, wie und ob ich es schaffen werde, den Journalisten in mir, der die meisten meiner Texte bestimmt, auch einmal abzustellen. Auf der anderen Seite wird es spannend, journalistisch für einen Blog zu schreiben. Das habe ich bisher auch noch nicht gemacht.

In diesem Sinne ist das hier eine Spielwiese. Und ein Experiment obendrein. In diesem Blog gibt es Texte über die Gedanken und Erlebnisse eines (Musik-)Journalisten, Noch-Studenten und Menschen, für den das Schreiben über die Dinge ein natürliches Bedürfnis ist. Wenn es obendrein jemanden unterhält, dann umso besser.

Schönen Gruß und auf Wiedersehen.